Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung?

Die posttraumatische Belastungsstörung ist ein psychische Erkrankung, die in Reaktion auf eine äußerst belastende Lebenserfahrung auftreten kann. Zumeist handelt es sich bei diesen Erfahrungen um Situationen, in denen der Patient heftige Gefühle von Bedrohung oder Hilflosigkeit erlebt hat. So sind z.B. schwere Autounfälle und Überfälle typische Situationen, nach denen eine posttraumatische Belastungsstörung auftreten kann. Die typischen Symptome sind überfallartig wiederkehrende Bilder oder auch andere Sinneseindrücke (z.B. Geräusche, Gerüche), die in Zusammenhang mit dem belastenden Lebensereignis stehen. Daneben besteht eine erhöhte innere Unruhe bzw. Schreckhaftigkeit, so als wenn der Patient ständig "auf dem Sprung sein" müsste, um rechtzeitig flüchten zu können. Außerdem versuchen Patienten oft alle Situationen, die an die belastende Lebenssituation erinnern, zu vermeiden. So kann jemand, der in einer Tankstelle überfallen wurde, im Anschluss versuchen, einen großen Bogen um jede Tankstelle zu machen.
Erst wenn genannte Symptome vier Wochen nach dem Erlebnis auftreten, spricht man von einer posttraumatischen Belastungsstörung. Bei Symptomen in den ersten vier Wochen nach dem Erlebnis spricht man von einer akuten Belastungsreaktion.
Insgesamt haben Patienten mit einer posttraumatischen Belastungsstörung zumeist einen hohen Leidensdruck. Es ist gut nachvollziehbar, dass durch genannte Symptome fast alle privaten und beruflichen Lebensbereiche erheblich gestört sein können. Aus diesem Grunde ist eine frühzeitige Behandlung des Störungsbildes dringend indiziert.

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